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Blogempfehlung: Erziehende Mannsbilder

Institutionalisierte Väter in Kindertagesstätten
blogempfehlung erziehende mannsbilder
2016-10-19 20:26:42 /

Männliche Erzieher – immer noch Fehlanzeige?
Es gibt immer wieder Themengebiete die scheinbar ins Bewusstsein der gesellschaftlichen Auseinandersetzung vorgedrungen sind, letztendlich aber noch keine vollständige Etablierung erfahren haben. Das Thema „Männer in der Erziehung“ im Allgemeinen und „männliche Erzieher in Kindertagesstätten“ im Besonderen ist meines Erachtens zwar oft diskutiert, behandelt und von staatlicher Seite mit Anwerbungsprogrammen gefördert worden, letztendlich hat sich aber die quantitative und somit auch qualitative Situation nicht wesentlich geändert. Eher schwieriges Thema denken Sie? Vielleicht!

Mich beschäftigt die Thematik jedenfalls sehr und um gleich zu Anfang ein eventuell entstehendes Missverständnis aus dem Weg zu räumen: Mit Qualitativ meine ich selbstverständlich nicht, dass ich die weibliche Erziehungsarbeit qualitativ schlecht finde. Ganz im Gegenteil, ich schätze die Arbeit der vielen Erzieherinnen sehr. Es braucht unbedingt das mütterlich, weibliche und beschützende in der Erziehung. Jedoch fehlt – und das ganz entscheidend – das kämpferisch, männliche und mehr körperbetonte in den Kindertagesstätten. Der männliche Teil ist in solchen Einrichtungen wenig bis gar nicht vorhanden, denn erst mit seiner Existenz vermitteln wir den Kindern ein realistisches Abbild der Gesellschaft.

Papi Kämpfer, Ernährer und Mami Trösterin hinter dem Herd? Wir kennen diese üblen Zuteilungen. Auch dieser zweite heikle Punkt soll hiermit angesprochen werden: Ich denke nicht, dass Mann und Frau strickt verschiedenen männlichen und weiblichen Rollenvorstellungen zugeordnet werden können und sollen. Das wäre doch sehr traditionell und würde veralteten Konzepten entsprechen. Mit kämpferisch männlich und mütterlich weiblich spreche ich vor allem archetypische Qualitäten von Mann und Frau an. Diese können belebend und komplettierend auf die Kindererziehung einwirken. Sie müssen nur vorhanden sein.

Im Übrigen gibt es viele kämpferische Frauen die ebenfalls im Stande sind eher männliche Archetypen zu leben. Vermutlich gibt es auch viele eher feminine Männer die weibliche Verhaltensweisen an den Tag legen. Im gesamten jedoch bleibt ein Mann ein Mann und eine Frau eine Frau und um den schon etwas abgedroschenen Wowereit Spruch zu bemühen: Das ist gut so! Wenn sie nicht starr (vor) gelebt und in ein erweitertes Bild mit pluralen Möglichkeiten eingebettet sind, bildet sich ein verständliches Bild von männlicher und weiblicher Identität für die Kinder heraus.

Vom weiblichen Sozialwesen und komischen Männern

Männliche Erzieher wirken oft noch irgendwie komisch. Je elementarer die Kinderbetreuung ist (z. B. Kinderkrippe) desto mehr fehl am Platz fühlt sich der soziale Krieger. Krieger deswegen, da dieser sozial engagierte Typus immer noch gegen eine Menge Vorurteile anzukämpfen hat, bevor er sich der eigentlichen Sache widmen kann, dem Sozialen!

Mann ist:
- ein eher weibischer Typ
- aus der eigentlichen Entwicklung noch nicht ganz heraus
- Schwul (angemerkt sei an dieser Stelle, dass ich schwule Erzieher klasse finde)
- Faul, da nur Kaffeetrinkend im Garten anzutreffen,

sowie unterliegt Man(n) in der öffentlichen Wahrnehmung gelegentlich immer noch dem sogenannten Generalverdacht!

Wieso zeigt sich in vielen Lebensbereichen in welchen sich Kinder aufhalten ein ganz natürlich aufgeteiltes Bild von Mann und Frau und ausgerechnet in Bereichen in denen sich Sozialisierungsprozesse entwickeln und ausbauen, ausgerechnet an diesem Ort fehlt es an männlichen Bezugspersonen?

Bevor ich es vergesse: Mein Name ist Oliver Zenkner, ich bin 42 Jahre alt und Kinderpfleger und Erzieher von Beruf. Tatsächlich möchte ich dieses Thema mehr ins Bewusstsein bringen. Mein größtes Anliegen ist, dass es den Jungs an männlichen Betreuern in elementaren Einrichtungen fehlt. Nicht nur dort. Die männerfehlende Problematik durchzieht eigentlich das gesamte Sozialwesen:
- Kinderkrippen
- Kindergärten
- Kinderheime
- Pflegeeinrichtungen
- Internate
- Krankenhäuser
- Therapieeinrichtungen, usw.

Erziehende Mannsbilder – Meine Blogseite

Selber habe ich männliche Vorbilder oder Bezugspersonen in meiner Entwicklung vermisst. Erst nach und nach habe ich erkannt, wie wichtig diese vor allem auch für Jungs sind. Wie sollte man auch eine männliche Identität entwickeln wenn einem männliche Begleiter im Laufe seiner Entwicklung irgendwie abhandengekommen sind? Seit einem halben Jahr arbeite ich an meiner Angebots- und Blogseite

www.erziehende-mannsbilder.de

Schaut rein, informiert Euch und verfasst selber Artikel. Ich freue mich sehr über einen regen Austausch unter Männern und Frauen!

Herzliche Grüße aus dem Allgäu
Oliver Zenkner

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Was kann man bei diesem Wetter im Allgäu noch unternehmen? (überwiegend bewölkt bei 22°C)

Burghalde
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Burghalde

Die Burghalde in Kempten ist eine Erhebung im Stadtzentrum, auf der sich die Ruinen der gleichnamigen Festung befinden.

Früher wurde die Burghalde aufgrund ihrer Lage „Hilarmont“ genannt. Hilar steht hier für die Iller, mont für Hügel oder Berg. Das Wort wurde aus dem lateinischen „hilaris mons“ eingedeutscht.

Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Ruine vom Burghaldeverein angenommen und zu Kemptens erstem Stadtpark und zum Veranstaltungsort umgebaut.

Heute ist das Gelände mit dem teilweise historischen Gemäuer in der Altstadt ein beliebtes Naherholungsgebiet. Von der Burghalde aus bieten sich nach Süden Blicke in die Alpenkette, nach Westen zur Fürstäbtlichen Residenz und zur Basilika St. Lorenz, nach Norden über die Altstadt und nach Osten zum Lindenberg mit dem gallo-römischen Tempelbezirk und den Resten der römischen Landstadt Cambodunum.

Seit 2004 befindet sich auf der Burghalde das Allgäuer Burgenmuseum. Neben dem Museum wurde ein Duft- und Heilkräutergarten angelegt.

Streuobst-Lehrpfad
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Streuobst-Lehrpfad

10 handgemalte Tafeln erläutern Lebensraum und Ökologie der Streuobstwiese als Element der typischen Allgäuer Kulturlandschaft. Verschiedene Früchte hochstämmiger Obstbäume werden auf „Drehtafeln“ gezeigt. Am Wegrand aufgebaut und erklärt sind Igelhaus, Bienenhaus, Totholzecken, Nisthilfen für Insekten und Vögel, Brennnessel-Säume und heimische Heckensträucher.

Eine Ruhebank steht am Aussichtspunkt und gewährt einen herrlichen Blick auf die gesamte Alpenkette und den Pfänder. Auch 30 Meter oberhalb bei der Kapelle sind Ruhebänke und eine Tafel mit der Bezeichnung der Berggipfel. Dort kann auch einer der ältesten Bäume im Landkreis bestaunt werden – eine rund 600 bis 800 Jahre alte Sommerlinde, die als Naturdenkmal geschützt ist.

Burgruine Hopfen
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Burgruine Hopfen

Historisch fassbar wir die Burg 1146. Bald nach 1191 kam die Burg in Besitz des Hochstiftes Aufsburg. Dieses unterhielt hier bis zum Bau des Hohen Schlosses in Füssen im Jahr 1322 das Propstamt (Verwaltungssitz) Füssen. Danach setzte schleichend der bauliche Niedergang ein. Bereits im frühen 17. Jahrhundert verzeichnen die Landkarten hier keine Burg mehr.

1701/02 brach man die Burgruine zum Umbau des Klosters St. Mang in Füssen, wobei man angeblich über 1000 Karrenladungen Steine abfuhr.

Sichtbar waren bis 1999 lediglich der mächtige Halsgraben und ein kleines Mauerfragment. Die Sanierung erbrachte gänzlich unerwartet eine burgenkundliche Sensation: die vorgefundene Topografie des Burgplatzes bestand meterhoch aus liegen gebliebenem Abbruchschutt, in dem die alten Mauerzüge noch intakt steckten.

Lange grübelten Forscher, wo denn jene welfische „feste und wehrhafte Burg“, die namenlos „nahe Füssen in den Alpen“ in einer Urkunde erwähnt wird, zu suchen sei.

Im Winter 2005/06 erschienen unter dem Nordgebäude der Burg unverhofft die Fundamente eines großen Turms von ca. 12m Seitenlänge und einer Ringmauer.

Interessant sind zwei Brandschichten, von denen die untere vermutlich die Beschädigung der Burg im Jahr 1077 bezeugt. Die obere Brandschicht markiert dagegen den endgültigen Untergang der Burg im Dreißigjährigen Krieg (1618-48).

Die zugehörige Vorburg dürfte nordöstlich oder nördlich der Hauptburg gelegen haben.

Burg Laubenbergerstein
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Burg Laubenbergerstein

Die Ruine der hoch- bis nachmittelalterlichen Burg Laubenbergerstein (auch Burg Laubenberg-Stein genannt) liegt etwa einen Kilometer nördlich von Immenstadt im Allgäu auf einem bewaldeten Hügel über der Iller südwestlich des Ortsteiles Stein im Allgäu. Die Anlage wurde ab 1977 durch den Heimatverein Immenstadt saniert und teilweise wiederaufgebaut.

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